Haselnussplätzchen Rezept – Nussige Kekse für Weihnachten – selber machen
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Haselnussplätzchen Rezept – Nussige Kekse für Weihnachten

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Haselnussplätzchen Rezept – Nussige Kekse für Weihnachten – selber machen
📅 5. Dezember 2021 Soßen Rezepte
⏱️Vorbereitung15 Min.
🍳Kochzeit20 Min.
⏰️Gesamt35 Min.
👥Portionen4
📊SchwierigkeitEinfach

Weißt du noch, wie es sich angefühlt hat, als Kind in der Küche zu stehen und der Duft von frisch gebackenen Plätzchen durch die ganze Wohnung zog? Bei mir war es immer meine Oma, die schon früh am Adventssonntag den Backofen anwarf, während draußen die ersten Schneeflocken fielen. Sie hatte immer ein bestimmtes Plätzchen, das ich vor allen anderen liebte — kleine runde Dinger, außen knusprig in gehackten Nüssen gewälzt, innen weich und butterig, und in der Mitte eine goldbraune Mulde, die sie mit geschmolzenem Nougat füllte. Es hat viele Jahre gedauert, bis ich das Rezept endlich rekonstruiert hatte. Diese Hasselnussplätzchen hier sind meine Version davon — und ich kann dir sagen: Sie sind mindestens genauso gut wie das Original aus Omas Küche. Vielleicht sogar noch ein kleines bisschen besser. Sie sind das absolute Herzstück meiner Weihnachtsbäckerei, das erste, was ich backe, sobald der Dezember beginnt, und das erste, das aufgegessen ist. Und das Schönste? Du brauchst keine Profi-Ausstattung und keine exotischen Zutaten. Nur ein bisschen Geduld, gute Butter und echten Nuss-Nougat.

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Warum dieses Rezept etwas Besonderes ist

Was diese Hasselnussplätzchen von anderen unterscheidet, ist die Kombination aus Technik und Zutatenqualität. Das Eiweiß wird separat schaumig geschlagen und dann vorsichtig unter den Teig gehoben — das sorgt für eine leichte, fast luftige Textur, die man bei Plätzchen dieser Art selten findet. Kein trockenes, brüchiges Gebäck, sondern ein Bissen, der auf der Zunge zergeht. Der geschmolzene, schnittfeste Nuss-Nougat in der Mitte ist das I-Tüpfelchen: Er verfestigt sich nach dem Abkühlen zu einer cremigen, intensiv nussigen Füllung, die perfekt mit dem buttrigen Teig und der knusprigen Nuss-Hülle harmoniert. Außerdem lassen sich diese Plätzchen wunderbar vorbereiten — sie halten sich in einer Blechdose problemlos zwei bis drei Wochen frisch und werden dabei sogar noch besser, weil die Aromen nachziehen.

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Tipps für das perfekte Hasselnussplätzchen

1. Die Butter darf nicht heiß sein, nur geschmolzen.

Das ist der klassische Anfängerfehler: Die Butter frisch vom Herd direkt in den Teig kippen. Wenn die Butter zu warm ist, gerinnt das Eigelb und du bekommst eine unappetitliche, klumpige Masse. Lass die Butter nach dem Schmelzen mindestens 10 Minuten auf Raumtemperatur abkühlen, bevor du sie einarbeitest. Sie sollte sich lauwarm anfühlen — nicht heiß, nicht kalt.

2. Das Eiweiß nur schaumig, nicht steif schlagen.

Festes Eischnee würde den Teig zu sehr auflockern und die Plätzchen würden beim Backen auseinanderlaufen. Das Ziel ist ein weicher, cremiger Schaum, der noch fließfähig ist. Sobald das Eiweiß weiß wird und kleine Wellen bildet, ist es perfekt. Heb es dann mit einem Teigschaber in ruhigen, kreisenden Bewegungen unter — nicht rühren, sonst verlierst du die Luftigkeit.

3. Den Nougat im Wasserbad schmelzen, nicht in der Mikrowelle.

Schnittfester Nuss-Nougat ist empfindlich. Im Wasserbad bei niedriger Hitze bleibt er geschmeidig und lässt sich mit einem Teelöffel perfekt dosieren. In der Mikrowelle besteht die Gefahr, dass er zu heiß wird, anbrennt oder klumpt. Nimm dir die Zeit und schmilz ihn langsam — dein Ergebnis wird es dir danken.

4. Erst wirklich vollständig auskühlen lassen, bevor du den Nougat füllst.

Wenn die Plätzchen noch warm sind, schmilzt der Nougat sofort und läuft aus der Mulde. Warte mindestens 30 Minuten, besser eine Stunde. Der Nougat soll in der Mulde bleiben und sich dort zu einer festen, cremigen Kuppel setzen — das geht nur auf einem vollständig abgekühlten Plätzchen.

5. Die "Wurst" gleichmäßig dick rollen.

Damit alle Plätzchen gleich groß werden und gleichmäßig backen, achte darauf, dass deine Teigrollen wirklich gleichmäßig dick sind — etwa 3–4 cm Durchmesser ist ideal. So werden alle Stücke beim Schneiden gleichmäßig, liegen stabil auf der Schnittfläche und bräunen gleichmäßig im Ofen.

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Zutaten

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Zubereitung

  1. Eier trennen und Eiweiß vorbereiten. Trenne zunächst beide Eier sorgfältig — kein Tropfen Eigelb darf ins Eiweiß gelangen, sonst wird es nicht schaumig. Gib das Eiweiß zusammen mit einer Prise Salz in eine saubere, fettfreie Schüssel und schlage es mit dem Handmixer auf mittlerer Stufe schaumig. Wichtig: Es soll schaumig werden, nicht steif! Sobald das Eiweiß weiß wird, leicht glänzt und beim Heben des Mixers weiche Spitzen bildet, ist es genau richtig. Leg die Schüssel beiseite und arbeite zügig weiter, damit der Schaum nicht zusammenfällt.
  1. Trockene Zutaten mischen und Teig ansetzen. Gib das Mehl, den Zucker, den Vanillezucker und die gemahlenen Nüsse in eine große Rührschüssel und vermische alles gründlich miteinander. So sind die Zutaten gleichmäßig verteilt, bevor die feuchten Komponenten dazukommen. Gib anschließend die beiden Eigelbe sowie die abgekühlte, geschmolzene Butter dazu. Die Butter sollte sich nur noch lauwarm anfühlen — teste das ruhig mit dem Finger. Verrühre alles zu einem glatten Teig. Der Teig wird zu diesem Zeitpunkt noch etwas weich und klebrig wirken, das ist vollkommen normal.
  1. Eiweiß unterheben und Teig fertig kneten. Gib den schaumigen Eischnee esslöffelweise auf den Teig und hebe ihn mit einem Teigschaber oder einem großen Löffel vorsichtig unter — immer von unten nach oben in einer sanften Kreisbewegung, damit die Luftblasen erhalten bleiben. Vermeide es unbedingt, zu rühren, das würde den Schaum zerstören und die leichte Textur zunichte machen. Wenn der Eischnee vollständig eingearbeitet ist, knete den Teig mit den Händen fertig, bis er sich zu einer homogenen Masse zusammenfügt. Er wird etwas fester sein als ein klassischer Rührteig — das ist gewünscht, damit er sich gut formen lässt. Falls der Teig zu klebrig ist, kurz in den Kühlschrank stellen.
  1. Teigrollen formen, bestreichen und wälzen. Heize den Backofen auf 190 Grad Ober-/Unterhitze vor und lege ein Backblech mit Backpapier aus. Nimm eine handvoll Teig und rolle ihn auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einer gleichmäßigen "Wurst" mit ca. 3–4 cm Durchmesser. Verquirle in einem kleinen Schälchen ein Ei mit einem Schuss Wasser und bestreiche die Teigwurst rundum damit — der Ei-Anstrich sorgt dafür, dass die Nüsse gut haften und die Oberfläche beim Backen schön goldbraun wird. Wälze die bestrichene Rolle sofort in den gehackten oder gemahlenen Nüssen und drücke sie dabei leicht an, damit sie gut festkleben. Schneide die fertig gewälzten Rollen in ca. 2 cm dicke Scheiben und lege sie mit der Schnittfläche nach oben auf das Backblech. Wiederhole diesen Vorgang, bis der gesamte Teig verarbeitet ist.
  1. Mulden eindrücken und backen. Wenn alle Plätzchen auf dem Backblech liegen, ist es Zeit für den kleinen, aber wichtigen letzten Schritt: Drücke mit dem runden Stiel eines Kochlöffels (oder dem Daumen, wenn du es rustikaler magst) in die Mitte jedes Plätzchens eine kleine, gleichmäßige Mulde — nicht zu tief, aber tief genug, um später den Nougat aufzunehmen. Schiebe das Blech in den vorgeheizten Ofen und backe die Plätzchen 10–12 Minuten, bis die Ränder goldgelb sind. Behalte sie im Auge — sie gehen schnell von "perfekt" zu "zu dunkel". Nimm das Blech heraus und lass die Plätzchen vollständig auskühlen, bevor du weitermachst. Das dauert mindestens 30 Minuten.
  1. Nougat füllen und fertigstellen. Schmelze den schnittfesten Nuss-Nougat in einem Wasserbad oder in einer hitzebeständigen Schüssel über einem Topf mit leicht siedendem Wasser, bis er flüssig und geschmeidig ist. Rühre dabei gelegentlich um, damit er gleichmäßig schmilzt. Fülle den flüssigen Nougat mit Hilfe zweier Teelöffel in die Mitte jedes Plätzchens — ein Löffel nimmt den Nougat auf, der andere hilft beim Abstreifen. Sei nicht zu sparsam: Die Mulde sollte schön gefüllt sein, damit nach dem Erkalten eine sichtbare Nougatkuppel entsteht. Lass die gefüllten Plätzchen anschließend nochmals vollständig auskühlen, bis der Nougat fest geworden ist. Erst dann in einer Dose verstauen.

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Serviervorschlag

Diese Hasselnussplätzchen sind ein echter Hingucker auf jeder Weihnachtsplätzchen-Platte. Arrangiere sie auf einem hübschen Holzbrett oder einer dekorativen Kuchenplatte zusammen mit anderen weihnachtlichen Leckereien wie Zimtsternen, Vanillekipferln oder Spritzgebäck — der Kontrast der verschiedenen Formen und Texturen macht optisch einiges her. Zu einem heißen Glühwein oder einem festlichen Weihnachtstee aus Zimt, Gewürznelke und Orangenschale passen sie perfekt. Für Kinder reicht eine heiße Tasse Kakao mit Sahne. Wer sie verschenken möchte: In einer schönen Metalldose mit etwas Seidenpapier ausgelegt sind sie ein persönliches, selbst gemachtes Weihnachtsgeschenk, das von Herzen kommt — und das jeder lieber bekommt als einen Gutschein.

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Lisa Weber

Lisa Weber

Mama & Küchenchefin

Als Mutter von drei Kindern weiß ich, wie wichtig schnelle, leckere und alltagstaugliche Rezepte sind. Auf Saucenmeister.de teile ich meine liebsten Saucen, Dips und Pasta-Rezepte – unkompliziert nachzukochen und jedes Mal ein echter Genuss für die ganze Familie!

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